Indische Filme beim Festival in Stuttgart

Indische Filme beim Festival in Stuttgart


Nicht der Branchen-Riese Bollywood, sondern das grellere, lautere und sozialkritischere südindische Mollywood-Kino gibt vom 23. bis 26. Juli beim 23. Indi-schen Filmfestival Stuttgart den Ton an. Das Publikum darf sich auf ein kunterbuntes Programm mit spektakulären Szenen, raffinierten Twists, menschlichen Abgründen, politischen Untertönen, atemberaubenden Landschaften, farbintensiven Bildern und melancholischen Momenten aus der Filmwelt der Malayalam-Industrie freuen. Globalisierung, Identität und Tradition liefern den Stoff für das Adrenalin-Kino made in Mollywood.

Im Mollywood-Kosmos – Hauptsitz ist Kerala (Kochi) – erwartet das Publikum die erste Malayalam-Superheldin, ein gefeierter Superstar als tollpatschiger Boxer, ein angesagter Newcomer als Rocksänger und ein gejagter mysteriöser Hundezüchter.

Qualität und Vielfalt trotz verschlankter Ausgabe: Das 23. Indische Filmfestival Stuttgart dauert diesmal knapp vier Tage vom 23. is 26. Juli. Die kompaktere Ausgabe ist eine Anpassung an die gekürzten Fördermittel der Stadt Stuttgart. Trotz verschlankter Form bleiben inhaltliche Qualität und Vielfalt des Programms erhalten: Mehr als 70 gesellschaftspolitische Spielfilme, hochkarätige Debüts, trotzige Visionen sowie intensive dokumentarische Porträts über einen Vielvölkerstaat, der von Gegensätzlichkeiten lebt und Culture Clash garantiert. Auch LGBTQ+-Geschichten sind im Programm vertreten. 
Den Zuschauern begegnen eine Elefantenflüsterin, der letzte Henker Indiens und viele Menschen, die das Tor zu einer fremden Welt öffnen. Erstmals gab es WarmUps im Vorfeld mit Kooperationspartnern wie dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Die Vorfreude auf Europas größtes indisches Filmfestival im Herzen der baden-württembergischen Landeshauptstadt ist groß.
Mit Dinjith Ayyathans bildgewaltigem Thriller ‚Eko – From the Infinite Chronicles of Kuriachan‘, der die nervenaufreibende Suche nach einem geheimnisvollen Hundezüchter in Zentral-Kerala erzählt, startet das 23. Indische Filmfestival Stuttgart am Donnerstag, 23. Juli, in den Stuttgarter Innenstadtkinos. Bereits am Vormittag des Eröffnungstages stellt in einem Extra-Screening für Schulklassen das Coming-of-Age-Drama Bad Girl der Regisseurin Varsha Bharath eine jugendliche Rebellin aus besseren Kreisen vor.

Liste der Filmgäste aus Indien:

Stuttgart freut sich auf zahlreiche Filmgäste aus Indien, die zum 23. Indischen Filmfestival Stuttgart erwartet werden. Von der Agentur Amor Film House‘, die mit neun Filmen im Programm vertreten ist, haben sich die Gründer und Partner (Founder Partners) sowie die leitenden Filmkuratoren und Festivalstrategen Arjun Ayillath und Deepika Suseelan angekündigt. Der preisgekrönte Drehbuchautor und Regisseur Sudeep Sohni stellt in Stuttgart seinen von der Kritik gefeierten Spielfilm ‚Jaggu aur Magahari – Jaggu and Magahari‘ vor. Zur Deutschlandpremiere von ‚Nevermind‘ reisen an Regisseurin Chaiti Ghoshai, die Hauptdarstellerin Rituparna Sengupta sowie Hauptdarsteller Amartya Ray. Regisseur und Dreh-buchautor Abhay Punjabi stellt seinen Debütspielfilm Pukam Pukai vor. Die Coming-of-Age-Geschichte ist der diesjährige Familienfilm im Stuttgarter Festivalprogramm. Die unabhängige queere Filmemacherin Debalina Majumder stellt in Stuttgart ihren experimentellen Dokumentarfilm‚ Jilipibalar Bondhura vor, in dm es um einen gefährdeten riesigen, historischen Tamarindenbaums geht. Die indische investigative Journalistin, Autorin und aufstrebende Dokumentarfilmerin Rebecca George wird Fragen zu ihrem Dokumentarfilm Pawns of Progress beantworten. Der Film zeigt die Absurditäten des globalen Wirtschaftssystems auf, in das indische Bauern hineingeboren wurden. Vaishali Sinha, eine international ausgezeichnete indisch-amerikanische Dokumentarfilmerin, Regisseurin und Produzentin, stellt sich den Fragen zu ihrem Dokumentarfilm Give it a Shot, der die Entwick-lung des ersten reversiblen Verhütungsmittels für den Mann thematisiert.
Die nominierten Spielfilme im Rennen um den Greman Star of India: Bad Girl von Varsha Bharath, Kangbo Aloti – The Lost Path von Khanjan Kishore Nath, The Audition von Manas Shashidharan Jacob, The Great Shamsuddin Family von Anusha Rizvi, Nevermind von Chaiti Ghoshal und Lokah Chapter 1: Chandra von Dominic Arun.
Die nominierten Dokumentarfilme sind Waiting at the Edge of Gallows von Swapnil Ware, Give it a Shot von Vaishali Sinha, Even the Fire Knows von Dipanjali Khakhlary, Echoes on the Walls von Nilesh Arun Kunjir, Of Forests and Footprints von Shreya Samvatsar. The Music Shop – Symphony Of The City von Bijoy Chowdhury, Ek Akhiri Sair – One Last Ride von Kamil Saif, Jilipibalar Bondhura – Friends of Jilipibala von Debalina Majumder. 

Mehr Informationen:
www.indisches-filmfestival.de